Als Dr. Thomastik Ende 1951 starb, erwarb Otto Infeld das gesamte Unternehmen. Nach dessen Tod im Jahre 1965 übernahm Marga­retha Infeld gemeinsam mit ihrem Sohn Peter Infeld den Betrieb. Unter ihrer Führung fand das Unternehmen nicht nur den heutigen Sitz in der Diehlgasse, sondern wurde auch zum führenden Anbieter von Saiten für Streichinstrumente. Sie war bis 1994 aktiv in den Betrieb integriert. Dann übernahm ihr Sohn Peter Infeld die alleinige Leitung des Unternehmens und führte dieses ganz im Sinne der Familientradition bis zu seinem unerwarteten Ableben im April 2009.

Die Zeit nach 1950 war vor allem durch ein Wachstum des Unternehmens gekennzeichnet. Das vorbildhafte Streben der Gründer nach allerbester Qualität war wohl die Grundlage für jene entscheidende Innovation, die zum Ausgangspunkt des Erfolges von Thomastik-Infeld wurde und bis heute dazu signifikant beiträgt: eine Saite mit synthetischem Kernmaterial und Bandumspinnung. Dieses Produkt – die Dominant-Saite – ist wahrscheinlich die bis heute weltweit meistgespielte Violinsaite. Itzhak Perlman und Pinchas Zukerman haben bereits als noch unbekannte Violin-Studenten auf diese Saiteninnovation gesetzt. Beide stiegen später zu Solisten von Weltrang auf.

Derzeit produziert Thomastik-Infeld mit fast 200 Mitarbeitern mehr als 2.000 verschiedenartige Saiten für Streich- und Zupfinstrumente direkt im Herzen der Musikstadt Wien. 97 % der produzierten Jahres­menge wird in über 80 Länder dieser Welt exportiert. Die starke internationale Ausrichtung und die stete Erweiterung der Geschäftsbeziehungen bleibt ein wesentlicher Bestandteil der Strategie von Thomastik-Infeld.

 

 

 

Porträtfoto Magaretha Infeld
Magaretha Infeld
Porträtfoto Peter Infeld
Peter Infeld
Logo von Thomastik Infeld mit einem prägnanten schwarzen T im Vorgergrund und einem roten Violinkörper im Hintergrund mit drei Ornamenten umrandet
1950–1979 – Nachkriegszeit: Mit der zunehmenden Internationalisierung des Unternehmens kam es auch zu einer Modernisierung des Markenauftritts. Das Firmenlogo mit dem roten Violinkorpus wurde an den Stil der Zeit angepasst.
Handgezeichnetes Verpackungsdesign von Violin-Saite Dominannt mit einem weissen Geigenkopf und einem gelden Violinkörper auf braunem Hintergrund
Die „klassische“ Dominant-Verpackung wurde rasch zum Markenzeichen von Thomastik-Infeld. Sie war für mehrere Generationen von Musikern prägend.

Vierverpackungsdesigns in Rot, Blau, Gold und Beige
1980–1999: Die bevorstehende Innovationsphase wurde durch intensive Grundlagenforschung und erste Produktneuentwicklungen eingeleitet.

Logo: Thomastik Infeld Vienna
1999–heute: Dieser Abschnitt der Firmengeschichte ist eine Zeit der Innovation. Mit neuen Technologien folgten neue Produkte. Anlässlich des Markenrelaunchs 2004 wurde das Logo neu gestaltet.

Foto des Thomastik-Infeld Messestandes in Frankfurt
Einer der zahlreichen Auftritte auf verschiedensten internationalen Musikmessen (Frankfurt 2011).