Janoska Ensemble

Ensemble | Genre: Janoska Style

Eine atemberaubend virtuose und zutiefst persönliche Vision moderner Werkinterpretation haben die vier Musiker des Janoska Ensembles mit ihrem Janoska Style entwickelt. Geeint durch ihre familiären Bande und mit unerschöpflichem musikalischen Erfindungsreichtum spannen sie einen Bogen von populären klassischen Werken über Eigenkompositionen bis hin zu einzigartigen Arrangements aus Jazz, Pop und Weltmusik. Stets verwurzelt in klassischem Musizieren präsentieren sie auf ihrer Debütaufnahme einen mit Esprit und Ironie gespickten Soundtrack des kulturellen Schmelztiegels Wien – und schießen mit ihrer Spielfreude immer wieder darüber hinaus. Virtuose klassische Literatur von Waxman, Paganini und Sarasate trifft auf Wiener Kompositionen von Kreisler und Operettenthemen von Strauss, auf Csárdás und Balkanmusik, gepaart mit Ausflügen über den Atlantik: Tango, Rumba, Jazzimprovisationen.

Schon als Kinder erfanden die Janoska Brüder zu Hause gemeinsam ihre ganz eigene Musik. Als Sprösslinge einer hochmusikalischen Familie erhielten sie Unterricht am Konservatorium in Bratislava, ehe sie ihre Ausbildung in Wien fortsetzten. Von hier aus gingen sie zunächst musikalisch eigene Wege. Ondrej Janoska, Absolvent der renommierten Geigenklasse von Professor Boris Kuschnir und Gewinner mehrerer Geigenwettbewerbe, trat schon in jungen Jahren als Geigensolist mit verschiedenen Orchestern im Rahmen von Tourneen durch Europa und die USA auf und spielte von 2008 bis 2012 bei den 1. Violinen des Wiener Staatsopernorchesters/Wiener Philharmoniker. Seinen jüngeren Bruder Roman Janoska, als Violinschüler unter anderem von Pavel Vernikov ebenfalls klassisch ausgebildet und Preisträger mehrerer europäischer Musikwettbewerbe, zog es immer mehr zum Jazz. In Formationen wie dem Vienna Art Orchestra verwirklicht er seine Vorstellungen dessen, wie moderner Jazz auf der Geige klingen kann und profilierte sich als herausragender Jazzgeiger seiner Generation. František Janoska ist einer der vielseitigsten Pianisten unserer Zeit. Wie seine Brüder als klassischer Musiker ausgebildet und außerdem als Arrangeur und Komponist für Ensembles und Orchester gefragt, musizierte er in stilistisch unterschiedlichsten Zusammenhängen unter anderem als langjähriger Pianist des Roby Lakatos Ensembles, als musikalischer Leiter von Erwin Schrotts Rojotango Tour, als Solopianist bei der Tour Gipfeltreffen der Stars mit Anna Netrebko, Jose Carreras und Ramon Vargas sowie Jahr für Jahr als Solopianist beim Projekt Hollywood in Vienna. Roman und František spielen zudem häufig in Kammermusikensembles der Berliner oder Wiener Philharmoniker. Auch Julius Darvas, der aus einer bekannten ungarischen Musikerfamilie stammende Schwager der Janoska-Brüder, ist musikalisch in mehreren Welten zu Hause. Er schloss sein Kontrabass-Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Professor Alois Posch mit Auszeichnung ab, machte auch als Jazz-Bassist auf sich aufmerksam und ist seit 2001 Mitglied des Bühnenorchesters der Wiener Staatsoper sowie ständiger Substitut der Wiener Philharmoniker.

Dass die Musiker, die sich schon zuvor immer wieder projektweise zusammengefunden haben, ihre künstlerische Energie seit 2013 im Janoska Ensemble bündeln, ist Ausdruck einer Sehnsucht: Sie erfüllten sich mit dem Ensemble den Wunsch, ihre eigene Musik ganz in den Fokus zu stellen. Auf Anhieb sind sie mit ihren neuen und unerhörten Arrangements, die sie durch ihr absolut einmütiges Zusammenspiel auf der Bühne immer neu zum Glühen bringen, sowohl beim Publikum als auch bei Künstlerkollegen auf große Resonanz gestoßen. Inzwischen konzertierten sie mit ihren verschiedenen Programmen auf drei Kontinenten. Ein Fixpunkt im Konzertjahr ist dabei die von der Familie Janoska organisierte Benefizgala zugunsten verschiedener wohltätiger Organisationen wie Unicef oder der Aktion Licht ins Dunkel, bei der sie unter anderem Sir Roger Moore, Angelika Kirchschlager, Michael Schade, Ildikó Raimondi, Mischa Maisky und Julian Rachlin als Gäste begrüßen durften.

Doch zurück zur Frage nach den Quellen des Janoska Style: Neben (oder hinter) den damals zu Hause munter musizierenden Buben muss man sich dabei sicherlich auch ihre Ahnen vorstellen. Von drei Bassisten-Generationen spricht man bei Familie Darvas, bei den Janoskas geht man gar von sechs Musikergenerationen aus. Wohl hätte keine Generation zuvor diesen speziellen Stil, der Klassik und Jetztzeit, Musikantisches und Akademie verbindet, erfinden können. Die instrumentalen Traditionen allerdings, die in der Familie weitergegeben wurden, lassen sich schwerlich nur am Konservatorium erlernen. Dazu gehören einerseits Spieltechniken, die dem Ensemble ermöglichen, seine Virtuosität in volksmusikalischen Stilen ebenso authentisch umzusetzen wie in Jazz, Pop und Klassik, und andererseits ein Selbstverständnis vom kreativen Musizieren, das sich durch die ganze   weitverzweigte Familie zieht.

Besonders prägend war dabei der insbesondere in Wien berühmte Vater Ondrej  „Bandy“ Janoska, der von Anfang an für die solide klassische Ausbildung seiner Söhne bei den besten Lehrern sorgte. Er selbst spielt als Geiger seit langer Zeit Musik der Wiener Caféhaus-Tradition und brachte von Auslandstourneen oft Schallplatten mit, die ihm zu Hause aus den Händen gerissen wurden: Aufnahmen von Oscar Peterson, von Stéphane Grappelli und vielen anderen erweiterten die musikalische Vorstellungswelt der Söhne, ebenso wie die zu Hause stets präsenten Evergreens und verschiedenen Volksmusiken Mittel- und Osteuropas.

Viel Musik also, die den Hörer (und diesen bisweilen als Tänzer) direkt packen möchte, die von rhythmischer Prägnanz und einem Rückgriff auf allgemein bekannte Weisen ebenso lebt wie von dem Spielwitz, der Langeweile verhindert. Musik, in der Rhythmusphänomene vorkommen, für die die europäische Musikwissenschaft höchstens unattraktive Namen erfunden hat und für die wir deshalb gern – der Jazz lässt grüßen – auf englischsprachige Ausdrücke wie Groove, Swing und Drive zurückgreifen. Wenn man hier von Unterhaltungsmusik reden möchte, ist diese Art der Unterhaltung dem immer-wieder-Neuen im Altbekannten verpflichtet, das vor allem in Improvisationen auflebt, tagesaktuelle musikalische Anspielungen nicht ausgeschlossen. Ein Gegengift für die Konzertsaal-Saturiertheit, der die vom Janoska Ensemble aufgegriffenen klassischen Werke, ihrerseits in der Entstehung teils von jenen populären Musiken inspiriert, oft preisgegeben werden.

Diese Rückverbindung des Werkes mit seiner Inspirationsquelle findet manchmal im engeren Sinne statt, wie bei der neuen Version der Fledermaus-Ouvertüre, bei der sich das stilistisch entgrenzende Genre von Strauss’ k.u.k. Operette auch geografisch noch klarer gen Osten orientiert. Manchmal hingegen überspringen die Bezüge die Jahrhunderte und sind rein fiktiv, wenn zum Beispiel Mozart, schon zu seiner Zeit ein international orientierter Komponist, nun auf südamerikanische Rhythmen stößt. Dabei entgeht das Janoska Ensemble der Versuchung, dass man „alles mit allem“ mischen kann, jedes beliebige Stück sich „verjazzen“ oder zu einer kochenden Balkan-Nummer umwandeln lässt. Denn immer steckt eine besondere Spielidee dahinter, und immer sind František  Janoskas Arrangements präzise ausgearbeitet. Der musikalische Funken, der sich daraus schlagen lässt, brennt nicht das ursprüngliche Werk nieder, sondern lässt es neu erleuchten.

FÜR WEITERE INFORMATIONEN ZUM ENSEMBLE BESUCHEN SIE

WEBSITE: www.janoskaensemble.com

FACEBOOK: facebook.com/JANOSKAENSEMBLE

Das Janoska Ensemble spielt Vision Titanium solo, Vision solo, Vision und Peter Infeld Violine Saiten und Belcanto und Spirocore Kontrabass Saiten by Thomastik-Infeld Vienna

"Mit Saiten von Thomastik Infeld erhalten wir die richtige Frequenz für einen brillanten Klang, der uns perfekt in unserem Janoska Style unterstützt."