Surrealisten

Max Walter Svanberg

 

"Das zentrale Motiv bei Svanberg: Die Liebe ist permanent bedroht durch den Tod." (Ragnar von Holten)

 

Max Walter Svanberg wurde am 20. Februar 1912 in Malmö geboren. 1929 arbeitete er für ein Atelier, das Kinoreklameschilder herstellte. Abends besuchte er die Kunstgewerbeklasse an der technischen Schule von Malmö. 1931 begann er sein Studium an der Hochschule für Malerei, Skanska Malarskolan. Bereits ein Jahr später verließ er die Hochschule. 1933 versuchte er die Aufnahmsprüfung an der Akademie der Schönen Künste in Stockholm, wurde aber abgelehnt. Statt dessen inskribierte er an der Schule für Malerei von Otte Sköld. 1934 kehrte er nach Malmö zurück und erkrankte an Kinderlähmung. Nichtsdestotrotz nahm er 1935 erstmals bei einer Gruppenausstellung im Salon Ekström teil. Es wurden hauptsächlich Stilleben, aber auch einige phantastische Kompositionen gezeigt. Seine damalige Faszination galt dem Surrealismus. 1943 war er Mitbegründer der Gruppe "Minotaurus". Die erste Ausstellung dieser Gruppe stieß auf Unverständnis. Zwei Jahre später hatte Svanberg seine erste Einzelausstellung in der Galerie Gummeson in Stockholm. 1946 war er Gründungsmitglied der Imaginisten. Ein Jahr darauf war er bei der Gruppenausstellung "Schwedische Aquarelle 1925 bis 1947" an der Akademie der Schönen Künste in Stockholm vertreten. 1949 bekam er den Auftrag, für die schwedische Ausgabe der "Schönen Neuen Welt" von Aldous Huxley den Buchumschlag zu gestalten. Svanberg war der einzige skandinavische Künstler, der 1950 zur 3. Tokyo Art Indipendant Exhibition eingeladen wurde, wo seine Arbeiten besonders von den Medien sehr gut aufgenommen wurden. 1952 nahm er an der Third International Biennale of Contemporary Color Lithography im Cincinnati Art Museum teil. Ein Jahr später gaben die Imaginisten in der Galerie Babylon in Paris eine Ausstellung. Bei dieser Gelegenheit lernte Svanberg André Breton kennen. In der Folge entwickelte sich eine intensive Brieffreundschaft. Im selben Jahr verließ Svanberg die Gruppe der Imaginisten, in der Meinung, der einzig wahre Imaginist zu sein. 1954 dokumentierte er im Film "Die Geburt eines Bildes" die Entstehung eines seiner Werke. 1955 stellte er in der Galerie l’Etoile Sellée in Paris aus. 1959 nahm er an der internationalen Ausstellung der Surrealisten in der Galerie Daniel Cordier in Paris teil. 1960 folgte bereits die nächste internationale Ausstellung der Surrealisten in den D’Arcy Galleries und im Guggenheim-Museum in New York. Im Katalog zur zweiten Svanberg-Ausstellung in der Galerie Cordier in Paris, 1961, findet sich eine kollek-tive Hommage namhafter französischer Surrealisten an den Künstler. Im selben Jahr zeigte die "Mostra Internazionale del Surrealismo" in Mailand seine Arbeiten. 1963 widmete ihm die Kunsthalle in Lund eine Retrospektive, durch die er auch in Schweden endlich die gebührende Anerkennung erfuhr. 1966 erhielt er den Großen schwedischen Staatspreis für Kunst. 1969 verlieh ihm Frankreichs Präsident Georges Pompidou den Orden der Ehrenlegion. Anläßlich seines 60. Geburtstages wurde 1972 in Malmö die Max-Walter-Svanberg-Gesellschaft ins Leben gerufen, die ihm zu Ehren ein Museum errichtete.

 

Frauenkopf, 1963

Gouache auf Papier 46,5 x 37,5 cm

 

Ausstellung im Internet Jim Dine Ivan Generalic Max Walter Svanberg Andy Warhol Rainer Wölzl